Turbinicarpus gielsdorfianus

Werdermann, Monatsschrift der Deutschen Kakteen Gesellshaft, 215-216, 1929

Lateinisch: Simplex, subglobosus vel ovoideus, vertice vix umbilicatus lana albida clausus aculeisque pullis superatus; costae Ca. 12 in mamillas laxe ordinatas solutae; mamillae Ca. 6 mm altae, conoideae, teretiusculae vel subpyramidatae interdum a latere paullo compressae, supra subcarinatae basi irregulariter 4-6 angulares, apice truncatae; areolae ellipticae, ad 2 mm longae juveniles lanuginosae mox glabrescentes; aculei 6-7, irregulariter divaricati, recti vel paullo curvati, 1-1,8 cm longi, tenues, subuliformes, basi incrassati, juveniles laeves, brunei, apice pulli, basi dilutiores, demum griseo-pruinosi, cani, exasperati; flores infundibuliformes lana verticis exorti, Ca. 2 cm longi, ovarium et tubus nudum; sepala oblonga; petala oblongo-lanceolata eburnea stylus stamina stigmatibus 5-6 superans; fructus ignotus, semina subnephroidea, 1-1,2 mm longa, opaca, nigra, verrucosa.

Körper einfach, kugelig-eiförmig oder etwas gestreckter und kurz zylindrisch, 5-7 cm hoch, 4.5-5 cm im Durchmesser, matt blau- bis graugrün, an älteren Teilen weißschilferig. Scheitel kaum eingesenkt, durch weiße Wolle geschlossen und von schwarzbraunen Stacheln überragt. Rippen vollständig in kaum miteinander verbundene Warzen aufgelöst, die sehr locker angeordnet sind. Warzen Ca. 6 mm hoch, Kegel- oder etwas pyramidenförmig, jüngere mit steiler gestellten Seitenflächen, ältere etwas ausflachend, von breiter, unregelmäßig sechseckiger Grundfläche sich erhebend, seitlich mitunter etwas zusammengedrückt auf der Oberseite meist etwas deutlicher gekantet, dabei aber schwach eingebuchtet, an der Spitze senkrecht oder ein wenig nach oben abgestutzt. Areolen elliptisch, bis zu 2 mm lang, in der Scheitelnähe mit dichter, flockig-weißer Wolle, später nur mit einem Wollbüschel in dem kurz angedeuteten Furchenfortsatz der Areole, bald völlig kahl und verkorkend. (Rand-) Stacheln meist 6, seltener 7, in der Scheitelnähe ziemlich aufgerichtet, an älteren Teilen schräg, niemals ganz horizontal spreizend, dünn-Pfriemlich, gerade oder häufig etwas gebogen, bis 2 cm lang, in der Scheitelnähe dunkelbraun, Spitze fast schwärzlich am Grunde heller, ältere in der oberen Hälfte dunkelbraun, oft grau bereut, dem Grunde zu heller werdend und fast weißlich grau, etwas rauh, an der Ansatzstelle schwach knotig verdickt. Alte Stacheln schmutzig dunkelgraubraun und bestoßen, Mittelastacheln nicht vorhanden.

Blüten aus der Scheitelwolle, einzeln oder wenige, trichterförmig; ganze Blüte 2-2.2 cm lang, geöffnet Ca. 2 cm im Durchmesser; Fruchtknoten klein, rundlich-länglich, blaß grün, glatt, ganz nackt, von der Blütenröhre durch eine ringförmige Einschnürung abgesetzt. Blütenröhre Ca. 5 mm lang, sich nach oben erweiternd, im unteren Teile unbeschuppt, blaß olivbräunlich. Schuppen nur am Ende der Blütenröhre freiwerdend, länglich, Ca. 2-8 mm lang, in die äußeren Blütenhüllblätter übergehend, blaßbräunlichgrün mit hellem Rande, rötlichem Mittelstreifen, am Ende in ein abgesetztes, etwas zurückgeschlagenes rostbraunes Grannenspitzchen auslaufend. Rand glatt oder nur andeutungsweise etwas eingeschnitten. Äußere Hüllblätter oblong-lanzettlich, bis 12 mm lang, 3 mm breit, nach der Spitze schmäler, gelblich-cremfarbig mit rotbraunem Mittelstreif, typisch glattrandig. Innere Blumenblätter Ca. 1.2 cm lang, 3-4 mm breit, innerste etwas kürzer und schmäler, oblong-lanzettlich, durchsichtig elfenbeinfarben. Rand meist ein wenig gesägt oder gezähnt, Spitze kurz abgesetzt bräunlich, Staubfäden weiß, Beutel Chromgelb. Griffel weiß, Ca. 12 mm lang. Narben 5-6, die Staubgefäße überragend, Ca. 2 mm lang, weiß, spreizend, stark papillös, fast haarig. Frucht unbekannt. Samen schwach nierenförmig, 1-1.2 mm lang, matt, schwarz, auf der nabelabgekehrten Hälfte warzig, an der zum Nabel gekehrten Hälfte glatt oder nur etwas rauh, Nabel an einer Schmalseite und etwas eingezogen.


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