Pelecyphora plumosa (Syn. T. valdezianus)

Bödecker und Ritter, Monatsschrift der Deutschen Kakteen-Gesellschaft, 2(6):116-117, 1930

Simplex, rarius proliferans, globosa dein paullo elongata, vertice impressa; mamillae ad 8 et 13 series ordinatae, basi quadrangulares, compressae vel rhomboideae, apice truncatae; areolae lanuginosae; aculei ca 30, sulco disjuncti, tenuissimi, capilliformes, albi, horizontaliter divaricati, undulosi, breviter plumosi; axillae nudae; flores 1-3 ex vertice, breviter stipitati, violaceo-rosei; stamina rosea; stylus ruber stigmatibus 6 flavo-viridibus stamina superans; fructus nitidus, rubiginosus vel nigrescens seminibus piriformibus opacis.

Körper einfach und selten sprossend, kugelförmig oder später etwas ins Längliche gehend, 10 bis höchstens 25 mm im Durchmesser, mit wässrigem Saft und länglicher, kräftiger Rübenwurzel. Scheitel etwas eingesenkt, ohne Wolle, jedoch von den Warzen und deren Bestachelung geschlossen. Warzen selbst nach den 8 und 13 Berührungszeilen geordnet, je nach Alter und Grösse der Pflanze mehr oder weniger locker abstehend, mattglänzend blaugrün, etwa 3 mm lang, am Grunde vierkantig breitgedrückt bis rhombisch und hier 3 mm im Durchmesser, nach der Spitze zu verjüngt und hier seitlich etwas plattgedrückt und stark abgestutzt mit etwa 30, anfangs im Kreise oder Oval um eine kleine wollige Areola, bald aber kammförmig neben einer kleinen, bis 1 ½ mm langen, senkrechten und oft dunkleren Furche stehenden Stacheln. Diese sind etwa 1½ - 2 mm lang, sehr dünn und mehr haarförmig, weiss, horizontal bis etwas zurückspreizend, mehr oder weniger gewunden und sämtlich kurz, aber deutlich befiedert. Axillen kahl.

Blüten zu 1-3 im Scheitel, schon bei 10 mm grossen Pflanzen erscheinend und dort aus einem kleinen, oberhalb und dicht am Stachelbündel befindlichen Wollflöckchen hervorkommend, 18-20 mm lang und flach trichterförmig ausgebreitet. Fruchtknoten kugel- bis eiförmig, unten mit dünnem Stielchen; bis 5 mm im Durchmesser (also grösser wie die Warzen), vollständig über die Pflanze hinausragend und leicht abbrechend, glänzend schwarzgrün und nackend. Blütenröhre sehr kurz und oben mit wenigen, ganzrandigen Kelchblättern, wovon die unteren dreieckig und dunkelgrün mit weissem Rande, die oberen oblong, doppelt so lang wie breit und ebenfalls dunkelgrün und weissrandig sind. Äussere Blütenblätter oblong, scharfrandig, mässig zugespitzt, etwa 12 mm lang und 4 mm breit, violettrot mit weisslichem Rande. Innere Blütenblätter lineal lanzettlich, mässig zugespitzt, ohne Stachelspitze und kaum schmaler und kürzer wie vorige, scharfrandig, violettrosa mit feinem, etwas dunklerem Mittelstreif und oft hellerem Rande. Staubfäden zahlreich und rosa mit dottergelben Beuteln, die von dem roten Griffel mit etwa 6 grünlichgelben, zusammengeneigten Narbenstrahlen überragt werden.

Frucht ausgereift glänzend braunrot ins Schwärzliche, kugelig, mit breit aufsitzendem Blütenrudiment. Samen gut 1 mm gross, birnenförmig, unten stark abgestutzt und hier mit eingesenktem und länglichem Nabel, matt, schwarz, sehr fein grubig punktiert.

Heimat Mexiko, bei Saltillo im Staate Coahuila, sehr versteckt auf steinigem Boden am Fusse von Katksteinbergen, etwa 1500 m hoch und von Herrn Fr. Ritter in Saltillo Anfang 1930 entdeckt.


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